Die ersten, nicht sehr erfolgreichen Gehschritte: Die Stanzmethode

Mittels der Stanzmethoden wurden erstmals eigene Haare «umverteilt» - allerdings büschelweise. Die Stanzmethode gilt heute als veraltet.

Am Anfang der Eigenhaartransplantation stand die so genannte Stanzmethode («Punch Technique»“). Der Spenderregion wurden ca. 4-5 mm grosse behaarte Kopfhautinseln herausgestanzt und als Ganzes in der Empfängerregion eingesetzt. Dies führte zwar zu einer gewissen Verdichtung, doch waren diese Büschel bei der Haarlinie sichtbar und führten vor allem beim weiteren Ausfall der bestehenden Haare zum so genannten «Klobürsteneffekt»“ bzw. der Puppenhaarlinie.  

Darüber hinaus vernarbt bei der Eigenhaartransplantation mit der Stanzmethode die Spenderregion stark - die wertvollen resistenten Haare des Haarkranzes wurden derart stark in Mitleidenschaft gezogen, dass später eine Korrektur vielfach nicht mehr möglich war. Oft bleibt nur die Rasur der Haarbüschel am Vorderkopf als kosmetische Lösung übrig.

Die Stanzmethode gilt heute als veraltet. Von ihr ist unbedingt abzuraten. Leider verwenden vereinzelte Haartransplantationszentren die Stanzmethode weiterhin als Entnahmemethode und beeinträchtigen damit die Spenderregion unnötigerweise. 

Klobürsteneffekt am Oberkopf
Klobürsteneffekt am Oberkopf
Klobürsteneffekt an der Stirn nach Rasur
Klobürsteneffekt an der Stirn nach Rasur
Völlig vernarbte Spenderregion nach einer Stanzentnahme - leider ein jüngerer Fall!
Völlig vernarbte Spenderregion nach einer
Stanzentnahme - leider ein jüngerer Fall!
Ihr Spezialist für ästhetische Chirurgie