Der erste grosse Schritt: Die FUT (Follicular Unit Transplantation, Streifenmethode)

Bei der Haartransplantation mit der Streifenmethode bzw. FUT wird ein behaarter Kopfhautstreifen am Hinterkopf entnommen. Sie ist bis heute weit verbreitet.

Von den groben Anfängen zu den erstmals natürlichen Resultaten

In den Anfängen der Streifenmethoden wurde der Kopfhautstreifen zu so genannten Minigrafts, d.h. zu Transplantaten mit 4-10 Haaren, zugeschnitten. Später begannen Pioniere wie Dr. Carlos Uebel den Kopfhautstreifen unter Mikroskopen in ihre natürlichen Einheiten (so genannte follikuläre Einheiten oder Folicular Units) mit nur noch 1-3 Haaren zu zerlegen.

Dadurch wurden die Resultate der Haartransplantation erstmals vollkommen natürlich, da eine grosse Zahl verpflanzt werden konnte.

Das Problem der FUT: Die Narbe am Hinterkopf

Die Streifenmethode (FUT, Follicar Unit Transplantation) ist heute noch die häufigste und eine weiterhin bewährte Methode der Haartransplantation.

Allerdings hinterlässt die Streifenmethode eine lange, wenn auch feine Narbe am Hinterkopf. Diese ist zwar aufgrund einer speziellen Nahttechnik («Trychophytischer Wundverschluss»“) nahezu unsichtbar. Doch bei einem ausgeprägten Kurzhaarschnitt mit einer Haarlänge unter 2-3 cm bleibt die feine Naht am Hinterkopf sichtbar.

In seltenen Fällen, vor allem wenn die Kopfhaut genetisch bedingt schlecht verheilt, kann bei dieser Form der Haartransplantation eine breite Narbe entstehen, die nur mit längerem Haar gedeckt werden kann.

Kaum sichtbare Narbe nach trychophytischen Wundverschluss
Kaum sichtbare Narbe nach trychophytischen Wundverschluss

Zudem werden beim Entnehmen und Präparieren des Streifens immer Haarwurzeln zerschnitten, d.h. es kommt es zu einer recht hohen Transektionsrate (Transection Rate). So bezeichnet man die Anzahl angeschnittener bzw. verletzter Transplantate, die nicht nachwachsen.

Ein weiterer Nachteil der Streifenmethode liegt darin, dass das Haartransplantationsteam möglichst viele der wertvollen Haarwurzeln aus dem einmal entnommenen Streifen gewinnen und transplantieren muss - unabhängig davon, ob die Haarwurzel für die Transplantation besonders geeignet ist oder nicht. Der Haarchirurg muss hier möglichst viele statt möglichst gute Transplantate einsetzen.

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